ACHTSAMER MONTAG: Schulterrotation beim Laufen?

Dieser Artikel ist im englischen Original im ChiRunning Blog erschienen; Übersetzung von Purna-Samarpan Querhammer1531823_10151952639919790_1328173521_n

Diese Woche als Frage und Aufgabe am Achtsamen Montag: Rotieren deine Schultern wenn du läufst? Wenn du unter Läufern oder Walkern bist, dann schaue dich mal um, du wirst feststellen, dass
Viele ein gewisses Maß an Schulterrotation aufweisen. Umso mehr deine Schultern rotieren, desto Anstrengender wird die Fortbewegung werden; Ohne jedoch unterm Strich mehr herauszubekommen in Form von zurückgelegter Distanz oder Geschwindigkeitssteigerung, denn du vergeudest sehr viel Energie im Oberkörper (siehe Foto). Der größte Übeltäter, den es zu stellen gilt, ist deine Arme vorne über die Mittellinie deines Körper schwingen zu lassen, dies führt nämlich zwangsweise zur Schulterrotation.

Wenn du deine Schultern vom Rotieren abhalten kannst, dann wird die Rotation zwangsweise in deinem Unterkörper stattfinden, dort wo sie auch hingehört. (Stichwort: Beckenrotation) Dies vergrößert nämlich deine Schrittlänge und wird dir erlauben schneller und mit weniger Stößen zu laufen. Wenn deine Schrittfrequenz konstant bleibt (was im ChiRunning der Fall ist), dann bedeutet das, dass du mit jedem Schritt mehr Strecke zurücklegst (wie in der Zeichnung) ohne dich mehr anzustrengen, sondern indem du mehr loslässt (in den Hüften und entlang der Wirbelsäule).

1559561_10151952640379790_187142989_oUm dein Becken frei rotieren zu lassen, ist es wichtig deine Schulter zu stabilisieren und sie NICHT rotieren zu lassen. Dies bringt alle Rotation in deinen Unterkörper und schenkt dir den flüssigeren und längeren Schritt nach hinten (siehe Zeichnung). Dies verringert auch bei jeder Landung mit dem Fuß die Bremskraft und minimiert so die Stoßbelastung auf die Knie.

Es ist gar  nicht so leicht an sich selbst zu beobachten, ob die Schultern rotieren oder nicht, frage also jemanden mit dem du Laufen gehst oder lasse dich von der Person filmen. Stelle dir vor, dass deine Schultern wie Scheinwerfer an einem Auto sind und genauso ständig nach vorne in Laufrichtung zeigen. Dann entspanne einfach deine Hüften und deine Beine und lass es fliessen. Ich gebe zu, dies ist ein Aspekt der ChiRunning Lauftechnik, der eher schwierig zu lernen ist. Sobald du jedoch deinen Oberkörper stabilisieren und deinen Unterkörper loslassen kannst, wirst du eine total andere, leichtere Erfahrung beim Laufen haben.

Deine Herausforderung in dieser Woche ist, während des Gehens und Laufens deine Schultern stabil zu halten und zu schauen ob du deinen Unterkörper dazu bewegen kannst zu entspannen, loszulassen und zu schwingen. Lass uns in den Kommentaren wissen, wie es dir damit ergeht und natürlich auch wenn du Fragen dazu hast.

Oder mit den Worten von Duke Ellington:

„It don´t mean a thing if it ain´t got that swing“

 

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