Achtsamer Montag: The Need for Speed

Achtsamer Montag: Das Bedürfnis nach Geschwindigkeit und die Angst vor der Anstrengung.

 

Wann immer ich in den Zeiten vor ChiRunning an schnelleres Laufen gedacht habe, dann fiel mein Verstand sofort in den Angst Modus. Oh mein Gott, es ist soviel Arbeit….Ich werde jetzt richtig kräftig pusten müssen…Meine Stärke reicht nicht aus….Es bedeutet soviel ANSTRENGUNG!

Hört sich das vertraut an?

Wenn das „Geschwindigkeit“ oder „Schneller Laufen“ in einer Konversation zwischen Läufern auftaucht dann sind die Begriffe Anstrengung und Kraft meist nicht weit weg. Diese Wörter bekommen noch eine andere Bedeutung, wenn du die Laufstrecke auf einen Halbmarathon oder Marathon verlängerst.

Die meisten Trainer und Lehrer die sich dem „Power Running“ verschrieben haben trainieren dich deine Kapazität für Anstrengung zu steigern (deine Kondition) in dem sie deinen Level der körperlichen Anstrengung erhöhen. Die konventionelle Weisheit um schneller zu laufen ist immer noch auf dem Grundsatz basierend, das es mehr Beinkraft, mehr Herz-Kreislauf Ausdauer und größere Aerobe Kapazität braucht, damit Geschwindigkeit passieren kann. Ich widerspreche nicht, diese Dinge werden dich schneller machen, ich denke jedoch das heutzutage wenige Trainer außerhalb dieser kraftbasierten Box denken.

Versuchen schneller zu laufen kann manchmal Verspannung oder Anspannung in deinem Körper zur Folge haben, dies arbeitet dann gegen dich und Verspannung kann es sogar schwieriger machen Geschwindigkeit zu erreichen. Also, anstelle schneller zu Laufen mit mehr Anstrengung gleichzusetzen, lass uns unser Denken umwandeln und lieber an mehr Mühelosigkeit denken. Wie einige von euch wissen ist mein liebster Spruch zum TaiChi :“Die Bedingungen schaffen damit Energie fliessen kann.“

Wenn dir bei einer bestimmten Laufeinheit gesagt würde schneller zu laufen, was würdest du tun, um die Geschwindigkeit zu erhöhen? Du drückst dich vielleicht mehr mit den Beinen ab; du wirst die Zehen eventuell mehr einsetzen oder deine Arme stärker schwingen. Falls du jedoch ein ChiRunner bist, dann wirst du etwas ganz anderes machen und das schnellere Laufen mit der Einstellung „Die Bedingungen schaffen, damit Geschwindigkeit passieren kann.“ verbinden.

Dann wirst du nicht einfach mehr körperlichen Aufwand betreiben sondern dich mit der inneren Frage beschäftigen,“ Wie kann ich meine Geschwindigkeit erhöhen, ohne meinen Anstrengungsgrad signifikant zu erhöhen.“

Hier sind einige Vorschläge dazu:

  • Lasse mehr los, insbesondere deine Hüften und Beine. Stelle dir einfach vor das du keinen Körper hast unterhalb der Taille.
  • Halte deine Körperhaltung im Lot mit deinen unteren Rumpfmuskeln und ziehe dich an deinem Scheitel nach oben und vorne.
  • Erlaube deinem Dantien (Zentrum unterhalb des Nabels im TaiChi) vor deine Füße zu fallen.
  • Schwinge deine Füße nicht länger in die dir entgegenkommende Straße, sondern fühle das deine Füße nach hinten mitgezogen werden, wenn sie den Grund unterhalb deiner Hüften berühren.
  • Lass deinen Körper nach vorne fallen in einer ausgerichteten, jedoch entspannten Weise, ohne Spannung in Schultern, Hüften oder Sprunggelenken.
  • Bauchatmung, durch deinen Mund und deine Nase zur gleichen Zeit.
  • Benutze dein visuellen Fokus (Yi-chi) um dich nach vorne ziehen zu lassen.
Wie du an diesen Punkten sehen kannst, kommst es auf Ausrichtung und Entspannung und nicht Kraft und Anstrengung an. Ein Hauptgrund dafür das die Kenianer und Ostafrikaner die Gegner in Grund und Boden laufen ist das sie nicht nur außerordentlich gut trainiert sind, sondern das sie auch immer die entspanntesten und am best ausgerichteten Läufer sind.

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